Typisch Mann typisch Frau

Typisch Mann typisch Frau - der richtige Umgang mit Geschlechterklischees

Geschlechtererwartungen scheinen ein allgegenwärtiges Thema zu sein. Es ist heiß diskutiert in den Medien und sogar Grundlage für einige Filme und Comedy-Programme.

Selbst die Forschung beschäftigt sich mit dem Typisch Mann, Typisch Frau Phänomen.

Vielleicht hast du dich sogar selbst schon mal in einer endlosen Diskussion über Geschlechterstereotypen wiedergefunden. Natürlich kann man diese ganze Sache mit Humor nehmen, aber es steckt viel mehr dahinter.

Die Typisierungen zeigen bis zu einem gewissen Maß auf, wie wir das andere Geschlecht besser verstehen können. Sie bringen aber auch die Gefahr von Stigmatisierung und Vorverurteilung mit sich. 

Die typisch Mann typisch Frau Thematik ist auch Erziehungssache

Eigentlich handelt es sich hierbei um nichts weiter, als eine Anhäufung von Vorurteilen. Vielleicht bringen sie dich zum Schmunzeln, vielleicht fühlst du dich aber auch ertappt oder ungerecht behandelt. 

Besonders wenn es in die sexistische Richtung geht, hört für viele der Spaß auf. Rein psychologisch betrachtet (Vorsicht, der Grad zum Sexismus ist schmal), sind die Klischees allerdings eine Art Orientierungshilfe.

Die meisten Menschen treten im Laufe ihres Lebens in eine nähere Beziehung zum anderen Geschlecht. Kein Wunder, dass das Thema Geschlechterrollen für viele ein zentrales Thema ist. In Bezug auf typisch Mann typisch Frau kann einfach jeder mitreden, weil wir alle über gewisse Erfahrungen verfügen.

Das fängt bereits in der Kindheit an. Da gibt es die Mutter und den Vater.

Das Kind ordnet bestimmte Attribute und Verhaltensweisen ganz klar der Mutter oder dem Vater zu.

Auch die Erwartungen, die an das Kind herangetragen werden, sind bezeichnet. Mädchen spielen mit Puppen und tragen rosa Kleidung. Jungs interessieren sich für Autos und bevorzugen die Farbe Blau. Von Beginn an ist also klar, es gibt einen Unterschied zwischen dem männlichen und dem weiblichen Geschlecht.

Einen Teil dieser frühkindlichen Prägung nehmen wir später automatisch mit in das Erwachsenenalter und damit auch in eine Beziehung oder Ehe

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In die Erwartungsfalle typisch Mann typisch Frau tappen

Wir sind uns der Erwartungen unserer Rolle bewusst und manchmal verhalten wir uns auch danach. Warum? Weil viele von uns darauf bedacht sind, eindeutig als Frau oder Mann gesehen zu werden.

Auch wenn der Mann vielleicht gerne über seine Gefühle sprechen würde, lässt er laut Geschlechterklischee lieber davon ab. Eine Frau, die in technischen Themengebieten begabt ist, wird sich am Ende vielleicht für ein soziales Studium entscheiden. Und dass nur weil es typisch Frau ist, sich einem Beruf im sozialen Bereich zu suchen.

In diesem Fall sind die Stereotypen eine Barriere, welche der Entfaltung der Persönlichkeit im Weg steht. Es wird gegen die eigenen Stärken entschieden und gehandelt, nur weil das Rollenbild vorherrschend ist.

Typisch Mann typisch Frau Ansichten können uns zwar helfen, das andere Geschlecht besser zu begreifen. Dennoch sollten wir uns immer bewusst sein, dass es sich bei dem anderen Menschen um ein Individuum handelt.

Jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen, die vollkommen unabhängig vom Geschlecht zu betrachten sind. 

Mit diesem Gedanken im Hinterkopf bitten wir euch, den folgenden Teil des Artikels zu verstehen. Hier sind die gängigsten Klischees einmal zusammengefasst.

1. Typisch Mann typisch Frau: Frauen denken emotional und Männer rational

​​​​​​​​Männer sprechen nicht über Gefühle und weinen nicht. Frauen sind harmoniesüchtig und wollen ständig reden. Dieses Rollenverhalten lässt sich durch die Evolution begründen.

Männer mussten als Jäger und Sammler schnelle Entscheidungen treffen und ausschließlich rational handeln. War Nahrung in Sicht, mussten sie sofort reagieren. Die Verständigung verlief dabei in kurzen Anweisungen, die nur aus Fakten bestanden. Für Emotionen und nähere Beleuchtungen war hier keine Gelegenheit.

Den Frauen ihre Aufgabe war es, den Nachwuchs aufzuziehen und die Familie zusammenzuhalten. Dabei waren sie für die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder zuständig.

Doch auch wenn sich diese Unterschiede erklären lassen, so hat sich die Menschheit doch weiterentwickelt.

Männer müssen heute nicht mehr jagen gehen und Frauen sind nicht alleine für die Kindererziehung zuständig.

Die Gesellschaft ist bestrebt, dass es vermehrt Frauen in technischen Berufen gibt. Auch Männer sind kreative Köpfe und in sozialen Berufen unterwegs. Wie immer gilt es auch hier, den Menschen an sich zu betrachten.

2. Typisch Mann typisch Frau: Männer sind ehrgeiziger im Job und stellen dafür auch die Beziehung hinten an

Dieses Vorurteil hält sich bis heute hartnäckig und ein Teil Wahrheit steckt dahinter.

Männer verfolgen ihr Berufsleben vor allem in jungen Jahren zielstrebiger. Sie haben eine klare Vorstellung, wann sie wo stehen möchten. 

Frauen sind da vielleicht etwas flexibler, schauen mal nach links und rechts und lassen die Dinge mehr auf sich zukommen. Außerdem ist bei ihnen die Gründung einer Familie ein zentraleres Thema als für Männer. Sie sind eher bereit, den nächsten Schritt auf der Karriereleiter nicht zu gehen, als ihre männlichen Kollegen. Das liegt vor allem daran, dass ihre reproduktive Phase begrenzt ist. Männer können sich bis ins Alter fortpflanzen.

Eine glückliche Beziehung oder Lebenspartnerschaft wegen des Jobs aufzugeben, ist allerdings für beide Geschlechter schwer. 

Wie sich hier entschieden wird, hängt vor allem von der Persönlichkeit des Menschen ab. Der gefühlskalte Mann, dem seine Karriere über die Liebe geht, ist ein Klischee. Auch die klammernde Frau, die alles für die Liebe opfert, ist ein haltloses Vorurteil.

Männer und Frauen bedeutet eine Beziehung gleichermaßen viel. Der Partner ist (neben sich selber) der wichtigste Mensch im Leben und das Ziel eine lange Beziehung. 

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3. Typisch Mann typisch Frau: Hobbys und Beziehungsalltag

Sie geht shoppen, er zum Fußball. Der Punkt an dem sich diese beiden Interessen überschneiden geht gegen null. Schaut man sich mal um, scheint dieses Klischee zu stimmen.

Ja, Männer interessieren sich für Fußball. Sport stärkt das Gemeinschaftsgefühl, läuft nach klaren Regeln ab und gibt dem Mann die Möglichkeit, ungeniert Emotionen zeigen zu dürfen.

Frauen definieren ihre Weiblichkeit gern über Kleidung, Schuhe und Handtaschen. Damit grenzen sie sich vom Mann ab und fühlen sich anderen Frauen verbunden.

Diese geschlechtsinternen Interessen sind ein beliebter Kritikpunkt in der Beziehung.

Männer haben häufig keine Lust mit der Frau shoppen zu gehen und Frauen begleiten ihre Männer nur ungern zum Fußball. Schwierig wird es dann, wenn das Paar keine anderen Interessen hat, die es miteinander teilen kann.

Ist das aber der Fall, kann der Mann seine Fußballleidenschaft unter Männern ausleben. Dasselbe gilt für die Frau und ihre Freude am Shoppen. Wichtig ist, dass es eine gemeinsame Basis gibt.

Dann muss der Unterschied der Männer und Frauen hinsichtlich der Interessen gar nicht so stark bewertet werden. Es ist dann kaum notwendig, dass sich Mann oder Frau auf "feindliches Territorium" begibt. Mario Barth wäre dann zwar arbeitslos, aber einer Beziehung könnte es viel Druck nehmen. 

4. Typisch Mann typisch Frau: Männer reden nicht gern, Frauen dafür umso mehr

"Schatz, wir müssen reden." Fällt dieser Satz, ist es typisch Mann, die Flucht ergreifen zu wollen.

Die Kommunikation zwischen Mann und Frau gestaltet sich nicht immer einfach.

Schuld daran ist aber nicht alleine der männliche Part und ihn als redefaul abzustempeln, ist nicht fair. Ebenso wenig sind Frauen Quasselstrippen. Hier unterscheiden sich nur die Bedürfnisse.

Hat der Mann Stress oder Probleme, zieht er sich gern zurück oder lenkt sich ab. Die Frau hingegen möchte sich lieber alles von der Seele reden und geht deshalb in die Kommunikation.

Kennst du diese Eigenarten, kannst du deinen Partner viel besser verstehen. Möchte er nicht sofort über seine Sorgen sprechen, solltest du das akzeptieren und ihm Zeit geben. Gleichzeitig darfst du aber verlangen, dass er ein offenes Ohr für dein Anliegen hat.

Auch die Art der Kommunikation in der Beziehung ist von Unterschieden geprägt.

Typisch Männer: Sie reden in Zahlen und Fakten und machen klare Ansagen. Gefühle haben hier weniger Platz.

Typisch Frauen: Das weibliche Geschlecht benutz gern mehrere Worte und schmückt die Erklärungen aus. Es ist ihnen wichtig, dass ihr Anliegen vom Gegenüber verstanden wird. Gleichzeitig hinterfragen sie und wiederholen das Gesagte. Damit vermitteln sie ihrem Gesprächspartner, dass sie wirklich zuhören. Sie wollen nicht nur den Inhalt verstehen, sondern auch zwischen den Zeilen lesen. 

5. Typisch Mann typisch Frau: Männer wollen sich nicht festlegen

Bei den Themen Heiraten oder Kinder bekommen Männer kalte Füße. Lieber entscheiden sie sich für ein ungebundenes Leben ohne Pflichten. Diese Aussage ist nichts weiter als eine Pauschalisierung.

Einzig den Zeitpunkt für diese wichtigen Lebensereignisse schieben Männer gern etwas nach hinten.

Auch heute noch sieht sich der Mann als Haupternährer der Familie, diese Verantwortung möchte gut überlegt sein. Nichtsdestotrotz will auch das männliche Geschlecht irgendwann sesshaft werden und seine Gene weitergeben.

Eine dauerhafte On Off Beziehung kommt für die Wenigsten infrage. Im Schnitt wünschen sich neun von zehn Männern Kinder und eine feste Partnerin.

Diese Entwicklung betrifft auch immer mehr Frauen. Heute ist es vollkommen normal, dass eine Frau berufliche Ziele verfolgt und Karriere macht. Sie wünscht sich zwar eine Familie, will aber erst ihre berufliche Zukunft sichern. Damit lassen sich auch Frauen mehr Zeit mit der Familienplanung.

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In jedem typisch Mann typisch Frau Klischee ein Quäntchen Wahrheit

Natürlich lassen sich Unterschiede bei Mann und Frau im Verhalten feststellen, das ist nur logisch. Nicht umsonst bestehen die Rollenerwartungen schon so lange Zeit.

Es gibt aber auch Vorurteile, die absolut unsinnig sind:

  • Frauen können schlechter einparken: Leider lassen sich viele Frauen von diesem Klischee verunsichern und trauen sich das Einparken weniger zu. Fakt ist, es gibt dazu keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse.
  • Frauen haben keinen Orientierungssinn: Das ist falsch, die Orientierungspunkte sind vielleicht anders, aber deshalb nicht schlechter. Männer und Frauen fragen gleichermaßen viel nach dem Weg.
  • Frauen lästern und tratschen gerne: Stimmt, allerdings gibt es hier keinen Unterschied zu den Männern. Auch ihr Informationsaustausch ist nicht rein sachlich. Sie bewerten das Tratschen bei sich selbst nur nicht so negativ, wie beim weiblichen Geschlecht.
  • Männer sind unromantisch: Ebenfalls ein Vorurteil, nach welchem sich der Mann gerne mal verhält. Romantische Ambitionen sind keine reine Frauensache. Vor allem beim Erobern der Herzensdame können sich Männer ordentlich ins Zeug legen. Auch Liebeskummer und Eifersucht sind für Männer kein Fremdwort.
  • Männer denken immer nur an Sex: Stimmt nicht, natürlich nehmen Leidenschaft und Erotik einen großen Raum in einer Beziehung ein. Doch es gibt noch viel mehr, was eine Beziehung ausmacht und das sehen auch Männer so. Sie denken gleichermaßen viel an Essen und Schlafen, wie an Sex. Das liegt wohl einfach daran, dass es sich hier um Grundbedürfnisse handelt. 
  • Männer sind nicht multitaskingfähig: Das kann man so pauschal nicht sagen. Es stimmt, dass mehr Frauen über diese Fähigkeit verfügen. Aber auch Männer sind in der Lage, mehrere Dinge auf einmal zu erledigen. Es hängt in erster Linie davon ab, wie geübt wir in den Tätigkeiten sind. Das Geschlecht spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle.

Typisch Mann typisch Frau: Wie entstehen die Vorurteile?

Wir müssen ihn oder sie gar nicht kennen, wissen aber trotzdem über den anderen eine ganze Menge. Unsere These stützen wir dabei auf Geschlechterstereotypen, die uns besagen, wie Frauen und Männer so sind. Typisch Frau typisch Mann eben ...

Doch warum bestätigen sich unsere Thesen auch immer? Weil sie wahr sind? Nein, weil wir gezielt nach Menschen Ausschau halten, die dem Meinungstrend entsprechen.

Sind wir der Ansicht, dass jeder Mann an einer Bindungsangst leidet, fallen uns genau diese verstärkt auf.

Männer, die diesem Bild widersprechen, prägen sich nicht so in unser Gedächtnis ein.

Sehen Männer eine Frau im Einkaufszentrum mit ein paar Tüten im Arm, denken sie sofort an stundenlanges Shoppen. Dass das nicht zwangsläufig ihre Tüten sein müssen und dass sie auch ein Shoppingmuffel sein kann, kommt ihnen oft nicht in den Sinn. Einkaufen muss schließlich jeder, egal ob es einem gefällt oder nicht. 

Fazit:

Männer kommen vom Mars und Frauen von der Venus. Sie sprechen eine unterschiedliche Sprache und passen eigentlich gar nicht zusammen. Eine Beziehungskrise ist also vorprogrammiert? 

Der Unterschied von Mann und Frau ist nicht nur problematisch, sondern kann auch bereichernd sein.

Du kannst vom anderen Geschlecht viel lernen. So könnten Frauen es den Männern nachmachen und nicht immer alles gleich persönlich nehmen. Die Unbeschwertheit des Partners kann durchaus auf einen selbst abfärben.

Geschlechtsdifferenzen sind in Ordnung, solange sie nicht zum Beziehungsproblem und zur Stigmatisierung werden. Gehst du mit einer Rollenerwartung nicht mit, darf sie dich nicht in deiner persönlichen Entwicklung behindern.

Auch die Unterschiede zwischen dir und deinem Partner solltest du ganzheitlich betrachten. Alles auf das Geschlecht zu schieben ist weder lösungsorientiert, noch fair.

Vergiss nicht die Einzigartigkeit deines Partners.

Typisch Mann typisch Frau Ansichten sind nichts, worauf sich ein Mensch reduzieren lässt.

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