Die Ehe – Wenn das Paar ja sagt

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Die Ehe – Wenn das Paar ja sagt

Die Hochzeit ist für die meisten Paare der wichtigste Tag im Leben. Auch wenn sie heute nicht mehr vonnöten ist, entscheiden sich noch viele Menschen für das Abenteuer Ehe. Sie ist geprägt von Höhen und Tiefen, von Liebe und Schmerz.

Vor allem aber ist sie eins, ein Versprechen und eine symbolische Verpflichtung der Liebe und des Partners gegenüber.

 

Die wichtigsten Fakten zur Ehe

Eine Ehe ist eine rechtliche Verbindung zweier Menschen, die in Deutschland durch die Trauung eines Standesbeamten oder einer Standesbeamtin geschlossen wird.

Der Ort für die Trauung ist üblicherweise das Standesamt. Extrawünsche müssen von diesem genehmigt werden. Eine kirchliche Heirat, die freie Trauung oder die durch einen Kapitän sind nicht rechtskräftig.

Wurde die Eheschließung aber rechtmäßig durchgeführt, darf selbstverständlich eine kirchliche oder freie Trauung folgen. Hier spielt dann auch die Location keine Rolle.

Die Eheschließung ist nur durch eine rechtsgültige Ehescheidung auflösbar.

Eine Ehe für gleichgeschlechtliche Paare, auch bekannt als die Ehe für alle, ist seit dem 01.10.2017 möglich. Davor war für sie nur eine Eingetragene Lebenspartnerschaft vorgesehen.

Oftmals gehen einer Hochzeit ein Heiratsantrag und die darauf folgende Verlobungsphase voraus. Beides ist aber keine Bedingung, um zu heiraten. Klassischerweise fällt der Mann auf die Knie, heute ist es aber auch üblich, dass die Frau den Antrag macht. Auch die Dauer der Verlobungszeit darf das Paar selbst bestimmen.

 

Was bedeutet die Ehe heute?

Patchworkfamilien, gleichgeschlechtliche Ehen oder eine uneheliche Beziehung sind heute vollkommen normal. Wir haben die freie Wahl, ob wir heiraten möchten oder nicht. Ein unverheiratetes Paar, welches lange zusammenlebt und gemeinsame Kinder hat, wird genauso akzeptiert und als Familie gesehen, wie zwei Menschen mit Trauschein.

Kam eine Heirat früher oft durch wirtschaftliche und soziale Vorteile zustande und wurde sogar erzwungen, findet sie heute meist aus Liebe und auf freiwilliger Basis statt.

Außerdem ist es uns jederzeit möglich, die Ehe wieder zu beenden. Dazu muss es keine triftigen Gründe, wie Ehebruch oder Gewaltvorkommnisse geben. Eine Heirat und das eheliche Zusammenleben bis zum Tod sowie das Zeugen von Nachkommen sind keine moralischen Pflichten mehr.

Wirtschaftliche Faktoren spielen auch heute noch eine Rolle.

 

So wirkt sich eine Heirat beispielsweise auf Steuerzahlungen, Altersvorsorge oder Versicherungen aus. Auch in Bezug auf das Erbschaftsrecht und die Krankenversicherung kann sie eine Rolle spielen.

Jedes dritte Ehebündnis wird heute wieder geschieden. Das ist wohl dem Grund geschuldet, dass die Institution Ehe an Bedeutung verloren hat.

Gleichzeitig ergaben sich daraus auch mehr und mehr Möglichkeiten, wie man eine Ehe retten kann. Dass Paare heutzutage bei einer Beziehungskrise eine Eheberatung oder Paartherapie aufsuchen, ist gang und gäbe.

Häufige Gründe, warum Paare auf der Couch eines Therapeuten landen sind:

Bei einer Trennung kommen auf das Paar einige Dinge zu. Liebeskummer, die Klärung der Wohnverhältnisse und die Frage der Kinderbetreuung sind nur einige Beispiele.

Handelt es sich um eine Scheidung, sind noch wesentlich mehr Dinge zu beachten. Trotzdem sind diese kein Grund die Ehe nicht zu beenden.

Bevor Paare das feststehende Beziehungsende einläuten, entscheiden sich manche von ihnen erst mal für eine Trennung auf Zeit. Bei einer Ehe ist dies sogar Pflicht, hier gibt es ein sogenanntes Trennungsjahr.

 

Was gibt es für Ehemythen?

Wenn man seinem Umfeld die frohe Nachricht der eigenen Hochzeit verkündet, kullern nicht nur die Freudentränen, sondern es hagelt auch gute Ratschläge.

Damit du nicht mit utopischen Erwartungen in die Ehe gehst oder am Ende noch Angst vor ihr bekommst, sind hier ein paar typische Ehemythen.

  1. Die Ehe ist ein Garant für Liebe!

Es ist völlig egal, ob du in einer Beziehung mit oder ohne Trauschein lebst, dass die Liebe für immer hält, kann dir nichts und niemand garantieren.

Eine Partnerschaft wird sich im Laufe der Jahre ändern und das ist auch gut so.

 

Von anfänglichen Schmetterlingen im Bauch kann ein tief verwurzeltes Liebesempfinden entstehen. Doch dafür muss stets und ständig an der Beziehung gearbeitet werden, ob man nun verheiratet ist oder nicht.

  1. Kommen Kinder in die Ehe wird sich nicht mehr getrennt!

Das stimmt nicht. Zwar sind die Konsequenzen um einiges weitreichender, wenn Kinder im Spiel sind, aber eine Trennung können auch diese nicht verhindern. Manche Paare entscheiden sich dafür, zusammenzubleiben, solange die Kinder noch nicht erwachsen sind.

Damit schieben sie die Scheidung aber nur auf.

 

Sind die Ehepartner unglücklich und kommen aus einer schweren Ehekrise nicht mehr heraus, wird ein Kind an der Trennung nichts ändern können.

  1. Nach der Hochzeit flaut das Liebesleben ab!

Das muss nicht passieren. Alles, was aufregend und neu ist, darf selbstverständlich auch innerhalb einer Ehe ausprobiert werden.

Die Leidenschaft wird mit den Jahren vielleicht nicht mehr ganz so zügellos sein, dafür wachsen das Vertrauen und die tiefe empfundene Liebe. Diese Entwicklung kann sich auf das Liebesleben sehr positiv auswirken. Auch hier gilt, vernachlässigt man die Romantik, wird sich diese auch negativ verändern. Aber das hat rein gar nichts mit einer Hochzeit zu tun.

  1. In einer Ehe gibt es nur noch gemeinsame Besitztümer!

Der Großteil der Besitzgüter gehört natürlich dem Paar gemeinsam. Schließlich teilt man sich Bett und Wohnung miteinander. Aber nur, weil man verheiratet ist, heißt das nicht automatisch, dass es hier keine Grenzen gibt.

Handy, Geldbörse, Tagebücher und so weiter sind sehr persönliche Gegenstände und ein Trauschein keine Einladung diese einfach zu benutzen. Spricht man das vorher ab, ist das natürlich kein Problem.

Dasselbe trifft auch auf Geheimnisse oder sehr persönliche Gedanken zu, die du lieber für dich behalten möchtest.

  1. Der Partner lässt sich in der Ehe gehen!

Auch hier handelt es sich um einen Mythos, zwar tritt dieses Phänomen manchmal auf, aber da reicht es nicht, der Ehe allein die Schuld zu geben.

Das hängt von der Person ab und von den Lebensumständen.

 

Stress, Depressionen oder andere Probleme können auch zur Selbstvernachlässigung führen. Es gibt Menschen, die in einer Beziehung weniger auf ihr äußeres Erscheinungsbild achten. Mindestens genauso viele bemühen sich weiterhin darum, für den Partner attraktiv zu bleiben.

Für eine Ehe verzichtet man auf Kleinigkeiten, um GROSSES geniessen zu können!

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Unsere Traumhochzeit Nicole & Pascal, Maui 22.12.2013 

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